Schade, es hat nicht sollen sein: Knappe 1:2 Niederlage gegen den GAK


Ein Fußballfest und eine völlig unverdiente Niederlage


Schade, doch Fußball ist leider nicht immer gerecht und so muss man heute als mindestens ebenbürtige Mannschaft dem GAK knapp aber doch mit 2:1 den Vorzug lassen, kann aufgrund der wirklich starken Leistung aber erhobenen Hauptes den Platz verlassen.

Bei herrlichem Fußballwetter, toller Atmosphäre und unter den Augen von sage und schreibe mehr als 2.100 Fans (mit vielen mitgereisten Fans des SVG, die trotz klarer zahlenmäßiger Unterlegenheit für tolle Stimmung sorgen) zittern sich die Gastgeber durch Tore von Ciorcasan und Sacher sowie einem Gegentreffer von Matej Vracko zu einem aufgrund des Spielverlaufs und des klaren Chancenplus für die Gäste in Summe wohl sehr schmeichelhaften Heimsieg.

Der SVG spielt so, wie man es sich vorgenommen hat, zeigt keinen Respekt vor dem Gegner und vor den vielen GAK Fans, ein Energieanfall von Marco Allmannsdorfer, bei dem er gleich drei SVG Akteure auf der rechten Seite stehen lässt und dann den Ball ideal zur Mitte bringt, sorgt allerdings für die schnelle Führung der Gastgeber: Cristian Tomas Ciorcasan läuft gut mit und verwertet diese Hereingabe ohne Probleme zum 1:0 in der 16. Minute.

Jetzt geht es in einem tollen Fußballspiel, das eine perfekte Werbung für den Amateurfußball ist, hin und her, da der GAK bei der einzig echten Chancen in Halbzeit eins aber zu überhastet agiert und den Ball aus aussichtsreicher Position weit über das Tor von Christoph Hüttl haut und auf der Gegenseite tolle Schüsse von Dominik Divjak und Tomaz Avgustin in Patrick Haider ihren Meister finden, geht es auch mit diesem Stand in die Pause.

Nach der Pause drückt der GAK kurz an, versucht, den knappen Vorsprung auszubauen und kommt in der ersten viertel Stunde nach der Pause auch zu einigen Halbchancen, die allerdings keine Gefahr für das Tor der Gäste bedeuten.

Was danach folgt, kann man kurz zusammengefasst wohl nur mit dem Begriff Pech beschreiben. Jetzt übernimmt der SVG hier das Kommando, will unter allen Umständen dieses Spiel noch drehen und investiert viel, um doch noch zu einem zählbaren Erfolg zu kommen. In der 66. Minute zieht Tomaz Avgustin unwiderstehlich von der rechten Seite in Richtung Strafraum und zieht knapp außerhalb des Strafraums ab. Da der Ball aber an die Stange klatscht, bleibt es nach wie vor beim knappen Vorsprung für die Gastgeber.

Doch der SVG lässt nicht locker, legt noch einmal nach und kommt in der 77. Minute durch eine schöne Kopfballverlängerung von Matej Vracko auch zum zu diesem Zeitpunkt längst überfälligen Ausgleich.

1:1 - und jetzt will man noch mehr. Legt noch einmal nach, holt alles aus sich raus. Und hat erneut unglaubliches Pech. Philipp Krainer ist es, der die GAK Fans das zweite Mal an diesem Abend schockt. Toll, wie er nur wenige Minuten nach dem Ausgleich den Ball etwa 20 m außerhalb des Strafraums kurz annimmt und ihn dann ans Lattenkreuz zimmert. Einfach Wahnsinn, wie man soviel Pech in einem Spiel haben kann! Jetzt liegt das 2. Tor des SVG hier in der Luft, es fällt aber nicht.

Und so kommt es, wie es im Fußball eben manchmal läuft: Der GAK kombiniert sich bei der einzig nennenswerten Aktion nach der 60. Minute an die Strafraumgrenze des SVG, wo der eingewechselte Laurenz Sacher knapp vor Spielende für das dem Spielcharakter nach äußerst schmeichelhafte 2:1 (Christoph Hüttl ist noch am Ball, kann ihn aber nicht mehr entscheidend ablenken) sorgt, das den Spielverlauf der letzten halben Stunde komplett auf den Kopf stellt und die GAK Fans im Endeffekt jubeln lässt.

Fazit: Das war ein wirklich toller Fußballabend. Das war Werbung für den Fußball mit dem aus Sicht des SVG leider falschen Sieger. Man zeigt heute tollen Fußball, kombiniert gut nach vorne, scheitert im Endeffekt aber an einem starken Schlussmann der Gäste und bei heute anscheinender Abwesenheit von Fortuna gleich 2x am Aluminium, während der GAK seine wenigen Chancen heute eiskalt verwertet.

Nachtrag vom 30.10: Ein tolles Video (ohne den Stangenschuss von Tomaz Avgustin und einige weitere Chancen) gibt es hier.

Und so ändern wir das bekannte Sprichwort einfach in: Schlecht is gangan, nix is gscheh'n.

Macht nichts, Kopf hoch und jetzt volle Konzentration auf Strass!


Bravo Burschen, das war heute eine tolle Leistung!


Autor: Günther Zwetti