Ein bitterer Selbstfaller in Thal


2:3 Auswärtsniederlage gegen Thal


Ob der Terminator an diesem Abend in Thal gesichtet wurde, ist nicht überliefert. Überliefert hingegen ist, dass man heute in der Nähe von Graz nicht jene Mannschaft des SVU Tondach Gleinstätten gesehen hat, die so stark in diese Rückrunde gestartet ist, die ausgestattet mit unglaublich viel Wille, Können und Kampfkraft ihre Gegner in der eigenen Hälfte eingeschnürt hat. Das heute, das war nicht der SVG, den wir kennen.

Zu unsicher, erneut viel zu unkonzentriert und zu inkonsequent ist man leider an diesem Abend als dass man heute hier Punkte mitnehmen könnte und so geht das Ergebnis in dieser Form leider auch in Ordnung.

Zuseher des heutigen Spiels erklären unisono den subjektiv erlebten Eindruck des größeren Willens und Wollens von Thal, dieses Spiel unbedingt gewinnen zu wollen bzw. zu müssen als den großen Unterschied in diesem Spiel.

Thal will, agiert äußerst konzentriert, wirkt fokussiert und ist über die gesamte Spielzeit die aggressivere Mannschaft, die sich den Sieg daher auch verdient hat. Der SVG hingegen startet leider erneut äußerst unkonzentriert in dieses Spiel und muss bereits nach 4 Minuten den Ball aus dem eigenen Tor holen. 0:1 nach nur wenigen Minuten. So ein Tor, so ein Start, der darf einfach nicht passieren, das gilt es schleunigst abzustellen!

Danach überlässt die Heimmannschaft dem SVG zwar ein wenig das Feld und unsere Mannschaft erspielt sich auch ein kleines optisches Übergewicht, die Tatsache, dass man nur eine Minute nach der Pause und leider erneut unter großer Mithilfe der Defensivabteilung das 0:2 kassiert, lässt aber nichts Gutes für den Ausgang dieses Spiels erahnen.

Und es kommt, wie es kommen muss. Goalie Angeler im Tor der Gastgeber zaubert, erwischt einen Sterntag und verhindert mit unglaublichen Paraden den Anschlusstreffer. Dass der schließlich doch fällt, dafür sorgt Matej Vracko in der 75. Minute. Nur mehr 1:2 aus Sicht des SVG.

Doch heute, da soll es einfach nicht sein. Besiegelt wird das am heutigen Abend durch ein unglückliches und irgendwie auch symptomatisches Eigentor in der 83. Minute. 1:3. Dumm gelaufen oder, wie es ein Zuseher auf den Punkt bringt: "Bei uns klemmt's zur Zeit a bissal ...".

Und so sorgt Matej Vracko in der 93. Minute mit dem 2:3 zwar für seinen 2. Treffer an diesem Abend, mehr als Ergebniskosmetik ist das an einem Fußballnachmittag zum Vergessen aber leider nicht.

Fazit: Es ist der Wurm drinnen. Man ist zu unsicher, bringt sich selbst in vielen Situationen unnötig in Bedrängnis, begeht viel zu viele schwere individuelle Fehler und verteilt leider zurzeit viel zu viele Geschenke. Vor allem aber ist man fast kollektiv viel zu unkonzentriert, hat man doch gleich drei Gegentreffer in den letzten beiden Spielen nur wenige Minuten nach am Anpfiff erhalten. Und das, das gilt es abzustellen, daran gilt es hart zu arbeiten.

Doch es hilft nichts. Jetzt muss man aufstehen, jetzt muss man sich abputzen, die letzten beiden Spiele abhaken und wieder das verloren gegangene Siegergen finden. Fehler können immer passieren. Doch nun muss man sich gemeinsam aus diesem kleinen "Frühlingsloch" befreien, jetzt muss jeder Spieler auch in sich gehen und hinterfragen, was er in den nächsten Spielen anders, was jeder von ihnen besser machen kann.

Analysiert die letzten beiden Spiele, vergleicht diese Leistungen mit jenen erfolgreicherer Begegnungen, betreibt Selbstreflexion, zeigt Mut und Geschlossenheit und findet bereits im Derby gegen Großklein wieder zu alter Stärke!

Was in euch steckt, das wissen wir. Holt wieder das Maximum aus euch raus, konzentriert euch, fokussiert auf das große Ziel und holt euch die Punkte, denn noch sind 9 Runden Zeit!


Aufstehen, abputzen, Blick nach vorne!


Autor: Günther Zwetti