Eine 0:2 Auswärtsniederlage gegen Köflach


Black Friday - Leermeldung in Köflach


Was für abergläubische Menschen lange vor Spielbeginn klar war, das manifestierte sich bereits zur Halbzeit dieses (Un-)Spiels, spätestens jedoch nach Abpfiff.

Ja, Köflach, das war noch selten ein gutes Pflaster für Auswärtssiege unserer Mannschaft. Am heutigen Abend jedoch, an diesem Freitag, dem 13., da läuft bei unserer Mannschaft nichts, aber auch wirklich nichts zusammen, da fehlen leider fast alle essentiellen Ingredienzen für den Erfolg.

Man beginnt zwar gut, nach einer knappen viertel Stunde jedoch übernimmt in diesem Duell, bei dem die spielerischen Glanzlichter auf beiden Seiten fehlen, die Heimmannschaft das Kommando und kommt aufgrund des besseren Matchtplans, des deutlich besseren Zweikampfverhaltens und vor allem aufgrund des sichtbar größeren Willens, über die eigenen Grenzen zu gehen und diesen Sieg zu erzwingen, auch zum letztendlich hochverdienten Erfolg.

Herauszuheben aus Sicht des SVU Tondach Gleinstätten ist an diesem black Friday leider einzig und allein ein Christoph Hüttl, der seine Truppe mit tollen Paraden vor einer höheren Niederlage bewahrt.

Der ASK Köflach geht perfekt vorbereitet in dieses Spiel, findet über den Kampf in diese Partie und gibt dem SVG weder Zeit noch Raum, das eigene Spiel aufzuziehen. Wie überhaupt Köflach an diesem Abend sehr diszipliniert spielt und dabei geschickt Fouls in Strafraumnähe provoziert, die bei dieser Fülle an guten Freistoßschützen natürlich ein probates Mittel gegen heute ungefährliche Gleinstätter sind.

Unsere Mannschaft ist am heutigen Abend leider nur interessierter Zuseher, wirkt in vielen Phasen zu leidenschafts- und emotionslos, nimmt den Kampf nicht oder nur unzureichend an und muss sich daher auch den berechtigten Vorwurf gefallen lassen, nichts oder viel zu wenig gegen diese Niederlage unternommen, sich ihr nicht entschlossen genug entgegen gestemmt zu haben.

Und so findet man in dieser Partie zwar einige Halbchancen vor, das Tor zum 1:0 jedoch macht Köflach aus einem von vielen Freistößen (David Hermann versenkt in der 33. Minute als 3. Schütze beim 3. Freistoß aus aussichtsreicher Position das Leder unhaltbar im Tor des SVG), was gleichzeitig auch den Pausenstand bedeutet.

In der zweiten Halbzeit probiert unsere Mannschaft dieses Spiel noch zu drehen, es will heute aber einfach nicht klappen. Und so kommt es, wie es im Fußball eigentlich fast immer kommt: Gerade als der SVG alles nach vorne wirft und die beste Chance des SVG von Torhüter Lipovac entschärft wird, fällt das 2:0 aus einem Konter (Michael Rampitsch trifft) und damit die Vorentscheidung in diesem Spiel.

Fazit: Eine in Summe leider hochverdiente Niederlage, die bei ungünstigerem Spielverlauf auch höher ausfallen hätte können. Vielleicht aber auch der oft zitierte Schuss vor den Bug, der unserer Mannschaft im Zielsprint dieser Herbstmeisterschaft aufwecken soll und hoffentlich auch wird.

Bei unserer Mannschaft läuft an diesem Abend spielerisch absolut nichts zusammen, da fehlen Präzision, Konzentration (bei Standards) und Selbstvertrauen, vor allem aber fehlen heute Zweikampfstärke, Emotionen, das Feuer und dieser unbedingte Wille, den es braucht, um in Spielen wie dem heutigen erfolgreich sein zu können.

Was es nun braucht, das ist eine Reaktion der Mannschaft und des Trainers. Nicht morgen oder übermorgen sondern jetzt!

Eine Rückkehr zu alten Tugenden. Denn kämpfen und laufen, das muss man immer. Da gibt's keine Ausreden, vor allem aber sind das unverzichtbare Tugenden, ohne die Erfolge im modernen Fußball einfach nicht möglich sind. Und so heißt es nun zurückzukehren zu alter Leidenschaft, mit Worten, möglichen Umstellungen und mit einer Aussprache wieder das Feuer in dieser Mannschaft zu entfachen, um so und mit unbändigem Willen noch vorhandene spielerische Defizite zu kompensieren und bereits im nächsten Spiel gegen Rebenland den Erfolg zu erzwingen!


Aufstehen und abputzen! Weiter geht's!


Autor: Günther Zwetti